Zwei Holzarten. Vier Wirtel-Verhältnisse. Ein Trittbrett für jedes Tempo.
Das Kromski Symphony ist das einzige Spinnrad in der Kromski-Linie, das aus zwei verschiedenen Holzarten gebaut wird: Europäische Erle für den Rahmen, Birke für die gedrechselten Stäbe und Zierteile. Dabei ergänzen sich Erle und Birke handwerklich: Erle ist schlagfest und nimmt Lasuren gleichmäßig auf, Birke liefert die helle, feine Maserung, die dem Symphony seine charakteristische Leichtigkeit gibt. Beide Hölzer kommen aus Wäldern im Umkreis von 50 km um die Kromski-Manufaktur in Wolsztyn.
Was man beim Symphony sofort bemerkt: Es steht anders im Raum als andere Spinnräder. Das Doppeltrittbrett, die geschwungenen Beine, das 60-cm-Antriebsrad - das ist das Spinnrad, das Textile-Arts-Magazine auf ihren Titelseiten zeigen. Und wer einmal darauf gesponnen hat, versteht warum.
Das Doppeltrittbrett - der unterschätzter Vorteil
Die meisten Einsteiger-Spinnräder haben ein einzelnes Trittbrett. Das reicht für kurze Sessions. Wer aber regelmäßig zwei Stunden und länger spinnt, kennt das Problem: ein Fuß arbeitet, der andere hängt irgendwo. Das Symphony hat ein echtes Doppeltrittbrett - beide Füße treten gleichzeitig und symmetrisch. Das verteilt die Arbeit auf beide Beinseiten, reduziert die Belastung der Hüfte und macht das Treten zu einer ruhigen, fast meditativen Bewegung statt einer Ausdaueraufgabe.
Dazu kommt: Ein symmetrischer Tritt gibt dem Rad eine stabilere, gleichmäßigere Drehung. Weniger Ruckeln, weniger Drehzahlschwankungen - das Garn wird gleichmäßiger.
Vier Wirtel. Eine Maschine für alle Garngewichte.
Im Lieferumfang sind von Anfang an zwei Wirtel enthalten:
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Standard-Langsam-Wirtel (8:1 und 12:1) - für Bulky-Garne, Anfänger und dickere Wolle
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Standard-Schnell-Wirtel (16:1 und 20:1) -für Fingering Weight bis Lacegarn und feinere Fasern
Damit deckt das Symphony beim Auspacken bereits den kompletten Bereich vom Kammgarn bis zum feinen Seidengarn ab. Zusätzliche Wirtel sind als Zubehör erhältlich, aber die meisten Spinnerinnen kommen lange mit diesen vier Verhältnissen aus. Umschalten dauert Sekunden - Wirtel abziehen, neuen aufstecken, fertig.
Angetrieben wird entweder im Doppelantrieb (beide Schnüre laufen auf Flyer und Spule - viel Drall pro Tritt) oder im Einzelantrieb mit Scotch-Tension (nur Flyer, Spule gebremst - sanfterer Einzug, mehr Kontrolle bei ungleichmäßigen Fasern). Wechsel ohne Werkzeug, in unter einer Minute.
Die Arched Lazy Kate — nicht nur Zubehör
Beim Symphony ist die Arched Lazy Kate inklusive - die gebogene, geschwungene Version, nicht die einfache Stabkate. Sie hat eine eingebaute Fadenspannung, hält drei volle Spulen (je 120 g), und durch den Bogen läuft der Faden beim Zwirnen ruhiger und verwickelt sich weniger. Wer viel zwirnt oder plant, Navajo-Plying auszuprobieren, wird das zu schätzen wissen.
Vier Ausführungen, ein Charakter
Das Symphony ist in vier Holzausführungen erhältlich. Alle Ausführungen verwenden dieselbe Erle-Birke-Konstruktion, die Oberfläche unterscheidet sich:
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Unlackiert - naturbelassenes Holz, der hellste und neutralste Look. Kann mit Öl oder Wachs nachbehandelt werden.
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Lackiert - versiegelt, hellt das Erle-Birke-Holz leicht auf, schützt langfristig ohne Farbveränderung.
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Walnuss - warmer, satter Braunton. Passt zu dunklen Holzmöbeln, wirkt edel und geerdet.
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Mahagoni - rötlich-braun, tief und warm. Der auffälligste und dramatischste Ton der vier Ausführungen.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Antriebsrad-Durchmesser |
60 cm (24 Zoll) |
| Spulöhöhe |
69 cm (27 Zoll) |
| Gesamtbreite |
109 cm (43 Zoll) |
| Gewicht |
6,8 kg |
| Wirtel-Verhältnisse |
8 · 12 · 16 · 20 : 1 |
| Antriebsart |
Einzelantrieb + Scotch Tension oder Doppelantrieb |
| Trittbrett |
Doppeltrittbrett |
| Holz |
Europäische Erle (Rahmen) + Birke (Stäbe/Zierteile) |
| Spulenkapazität |
120 g |
| Garantie |
5 Jahre |
Häufige Fragen zum Kromski Symphony
Was ist der Unterschied zwischen Erle und Birke - warum zwei Holzarten?
Erle ist das Hauptholz für den Rahmen: schlagfest, maßstabil, nimmt Beize und Lack gleichmäßig an. Birke ist härter, heller und hat eine feinere Maserung - ideal für die gedrechselten Stäbe und Zierteile, bei denen Detailtreue beim Drehen wichtig ist. Die Kombination ist handwerklich durchdacht, nicht zufällig.
Für wen ist das Symphony das richtige Rad?
Für alle, die regelmäßig länger als eine Stunde am Stück spinnen - das Doppeltrittbrett macht einen spürbaren Unterschied. Und für alle, die ein Rad suchen, das nicht nur funktioniert, sondern auch im Zimmer als Möbelstück wirkt. Einsteiger können darauf lernen, aber das Symphony entfaltet sein volles Potenzial bei etwas Spinn-Erfahrung.
Wie viel Platz brauche ich?
109 cm Breite, 69 cm Spulöhöhe. Plane links und rechts je einen halben Meter Bewegungsfreiraum ein. Das Symphony ist kein kompaktes Rad - es ist ein Sachsenrad in voller Größe und braucht auch einen angemessenen Platz. In Wohnzimmern wirkt es als Blickfang, in kleineren Arbeitsräumen kann es eng werden.
Welche Fasern kann ich verarbeiten?
Alle gängigen Spinnfasern: Wolle, Kammzug, Seide, Seide-Wolle-Blends, Alpaka, Leinen, Baumwolle, pflanzliche Fasern. Die vier Wirtel-Verhältnisse decken Bulky bis Lace ab. Für sehr dickes Art Yarn empfehlen wir das separat erhältliche Jumbo-Flyer-Set.
Wie wechsle ich zwischen Doppelantrieb und Scotch Tension?
Ohne Werkzeug, in rund einer Minute: beim Doppelantrieb laufen beide Antriebsschnüre auf Flyer und Spule - mehr Drall pro Tritt, fester Einzug. Bei Scotch Tension treibt nur eine Schnur den Flyer an, die Spule wird durch eine separate Bremsschnur gebremst - weicherer Einzug, mehr Kontrolle bei unregelmäßigen Fasern oder wenn man langsam spinnen möchte.
Ist das Symphony mit dem Polonaise vergleichbar?
Beide Räder haben ein 60-cm-Antriebsrad und ähnliche Wirtel-Verhältnisse, aber sie sind grundverschieden. Das Symphony ist das klassische Sachsenrad mit breitem Stand, Doppeltrittbrett und zwei Holzarten. Das Polonaise ist kompakter, hat ein Einzeltrittbrett und einen nordischen Stil. Das Symphony ist die beste Wahl, wenn Ergonomie (Doppeltrittbrett) und Auftritt im Raum wichtig sind.
Was ist bei Wartung und Pflege zu beachten?
Die unlackierte Ausführung kann mit Leinöl oder Holzwachs gepflegt werden - einmal jährlich reicht. Die lackierten und gebeizt-Ausführungen (Lackiert, Walnuss, Mahagoni) brauchen kaum Pflege: trockenes Tuch, fertig. Alle Metall-Lagerstellen (Flyerwelle, Spindellager) bekommen gelegentlich einen Tropfen Spinnöl aus dem Lieferumfang - das ist der wichtigste Pflegeschritt.